Wichtige Tipps, mit denen Ihr Kind sicherer surft!
Das Internet ist ’ne tolle Sache ... aber mit Vorsicht zu genießen!
Warum Jugendschutz?
- Gerade im Umgang mit Social Communities sind junge Nutzer oftmals sehr freizügig mit persönlichen Daten. Angaben wie Name, Alter, Telefonnummer, Hobbys, Lebenssituation oder gar die eigene Adresse werden oft leichtfertig preisgegeben. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass ihre Daten und Fotos in den Social Networks öffentlich, also für alle sichtbar und weiterverwendbar sind.
- Dabei müssen Social Communities nicht zwangsläufig gefährlich sein. Ihr Kind sollte sich nur an ein paar Regeln halten. Grundsätzlich gilt: Je sparsamer Kinder und Jugendliche bei der Angabe von persönlichen Daten und Fotos sind, desto sicherer ist das Social Networking! Einmal im Internet veröffentlichte Daten lassen sich im Nachhinein schwer kontrollieren und löschen.
Wird die Community auf jugendgefährdende Inhalte kontrolliert?
- Beiträge im virtuellen Chat werden von der Redaktion überprüft, die sich das Recht vorbehält, unangemessene, gesetzeswidrige, bedrohende, sexuell anstößige oder ethisch fragwürdige Inhalte zu löschen. Der Verfasser dieses unangebrachten Inhalts kann aus der Diddl-Welt ausgeschlossen werden, um weitere Belästigungen zu unterbinden.
- Für zusätzliche Kontrolle steht den Usern eine Hilfe-Funktion zur Verfügung. Gemeldete Beiträge werden von unserer Redaktion überprüft und entsprechend der Schwere des Verstoßes mit einer Abänderung oder Löschung des Beitrages, einer Ermahnung oder Verwarnung des Users oder mit der temporären bzw. permanenten Sperrung des Accounts geahndet.
Kann ich als Erziehungsberechtigter die Angaben meines Kindes überprüfen?
- Wir geben grundsätzlich keine Informationen über unsere Benutzer weiter, außer es handelt sich um einen Fall, der hoheitliche Rechte berührt, wie beispielsweise ein Strafverfahren.
- Findet die Nutzung ohne die Einwilligung der Erziehungsverantwortlichen statt, können Sie jedoch grundsätzlich von Ihrem Elternrecht Gebrauch machen und das Benutzerkonto von unter 14-Jährigen Kindern sperren lassen.
Versuchen Sie mit Ihrem Kind ins Gespräch zu kommen und lassen Sie sich in einer gemeinsamen Surftour sein Netzwerk-Profil zeigen und die Funktionen erklären. Wollen Sie sehen, welche Informationen Ihr Kind in der Diddl-Welt veröffentlicht hat, können Sie natürlich auch selbst ein Benutzerkonto erstellen. So haben Sie einen Einblick in das öffentliche Profil Ihres Kindes und machen sich gleichzeitig mit der Diddl-Welt vertraut.
Mein Kind möchte sich mit einer Internet-Bekanntschaft treffen, was kann ich tun?
- Generell sind Treffen mit virtuellen Bekanntschaften riskant, da Sie nie hundertprozentig sicher sein können, wer sich dahinter verbirgt. Alle Angaben (Name, Alter, Geschlecht usw.), die ein User im Internet über sich macht, können frei erfunden sein. So kann sich hinter lenalein98 statt des netten 12-jährigen Mädchens ein erwachsener Mann verstecken, der keine guten Absichten hat.
- Lassen Sie Ihr Kind niemals alleine – ohne erwachsene Begleitung – zu einem Treffen mit einer Internetbekanntschaft gehen. Als Treffpunkt immer einen neutralen und öffentlichen Ort wählen, der nichts über Ihr Kind aussagt, beispielsweise ein Café. Auch wenn es Ihr Kind als noch so peinlich empfindet, gehen Sie mit. Sie können sich ja dezent im Hintergrund halten, was in einem Café nicht schwierig sein dürfte.
Es sind Fotos von Ihrem Kind ohne Erlaubnis in die Community eingestellt worden?
- Jeder hat das „Recht am eigenen Bild“, nur er kann bestimmen, ob und was über ihn veröffentlicht wird. Sollte trotzdem ein Bild ohne Ihr oder das Einverständnis Ihres Kindes im Internet aufgetaucht sein, fordern Sie denjenigen, der das Foto eingestellt hat, auf es zu entfernen.
Gleichzeitig sollten Sie den Vorfall melden.
Was ist Cyber-Mobbing?
- Mobbing gibt es nicht nur am Arbeitsplatz oder in der Schule. Auch im Internet wird Mobbing immer mehr zum Problem. Das gezielte Schikanieren beschränkt sich nicht nur auf das Internet über Communitys, Chatrooms, Foren usw., sondern wird auch über das Mobiltelefon betrieben.
- Hier kommt es zu verbalen Übergriffen, in denen das Opfer beleidigt, bloßgestellt und gedemütigt wird. Die Betroffenen werden dabei nicht nur durch persönliche Nachrichten und Mails drangsaliert, sondern oft auch öffentlich tyrannisiert, wobei die Täter meist anonym agieren.
- Neben verbalen Belästigungen zählen auch Fotos und Filme, die in Portale online gestellt werden, zum Cyber-Mobbing. Sie zeigen unter anderem die Opfer in peinlichen Situationen oder dienen zur Hetze gegen die betroffene Person. Oft erstellen die Täter auch gefälschte Profile und veröffentlichen im Namen der Opfer unangebrachte oder sogar gesetzeswidrige Inhalte.
- Melden Sie uns am besten sofort solche Mobbing-Attacken, wir werden dagegen vorgehen. Sie haben auch immer die Möglichkeit, die Polizei zu informieren und Anzeige zu erstatten, je nachdem wie schwer die Mobbing-Angriffe sind.
Wie können Sie Ihr Kind vor Cyber-Mobbing schützen?
- Auch hier gilt: niemals persönliche Daten im Internet veröffentlichen. Reden Sie mit Ihrem Kind darüber und klären Sie es über die Gefahren auf.
Privatsphäre schützen
- Je mehr Ihr Kind von sich im Internet preisgibt, desto mehr Angriffsfläche liefert es für Mobbing. So sollte Ihr Kind niemals sein Passwort weitergeben, denn jeder kann sich damit in das Profil einloggen und Schaden anrichten.
Genau überlegen, bevor man etwas veröffentlicht
- Ist einmal etwas im Internet veröffentlicht, kann man es nur schwer wieder rückgängig machen. Deswegen sollten Sie Ihr Kind dazu anhalten, vorher gut zu überlegen, ob es Text, Bild, Film oder sonstigen Inhalt wirklich veröffentlichen möchte. Denn alles kann gespeichert, weitergegeben und an anderer Stelle veröffentlicht werden.
Nicht auf Mobbing reagieren
- Sollte Ihr Kind Opfer eines Mobbing-Angriffs sein, melden Sie uns diesen Vorgang. Sammeln Sie Beweise wie Mails, persönliche Nachrichten oder machen Sie Screenshots der Attacken. Ihr Kind sollte sich nicht auf solche Mobbing-Angriffe einlassen und auf keinen Fall antworten.
Kontaktmöglichkeiten reduzieren
- Ihr Kind sollte so wenig Kontaktmöglichkeiten wie möglich angeben (z. B. E-Mail-Adressen). Zum Anmelden in Communitys, Foren, im Chat oder ähnlichem sollte Ihr Kind immer eine gesonderte E-Mail-Adresse haben, die nicht den richtigen Namen enthält.
Weiterführende Links zum Thema:
Jugendschutz.net (vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt)
http://www.jugendschutz.net
Klicksafe.de – Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz
https://www.klicksafe.de
Broschüre Cyber-Mobbing vom Service Bureau Jugendinformationen in Bremen
http://www.servicebureau.de/publication.php